Beratung & Selbsthilfe­gruppe

Erfahren, einfühlsam und vertraulich

Nahaufnahme der Hände eines Paares, die sich halten.

Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft sind Lebensereignisse, die mit einer enormen Umstellung des Alltags und der eigenen Persönlichkeit einhergehen. Diese Veränderungen werden von Frauen unterschiedlich wahrgenommen und bewältigt. Oft wird eine Schwangerschaft als freudig erwartet und erlebt. Während die Frau ihr Kind zum ersten Mal im Arm hält, empfindet sie pure Liebe und Zufriedenheit.

Doch was ist, wenn sich diese positiven Gefühle nicht einstellen möchten? Wenn die Mutter statt schöner Gefühle nur Angst, Traurigkeit und Überforderung empfindet?

Allein in Deutschland sind jährlich etwa 100.000 Frauen von einer peripartalen psychischen Erkrankung betroffen. Dazu zählen die Krankheitsbilder der peripartalen Depression, Angst- oder Zwangsstörung und die peripartale Psychose.

Folgende Symptome gehen damit einher:

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Energiemangel
  • Traurigkeit, häufiges Weinen
  • Schuldgefühle
  • Inneres Leeregefühl
  • Allgemeines Desinteresse, sexuelle Unlust
  • Zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber
  • Konzentrations-, Appetit-, Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Herzbeschwerden, andere psychosomatische Beschwerden
  • Ängste, extreme Reizbarkeit, Panikattacken, Zwangsgedanken (wiederkehrende destruktive Vorstellungen und Bilder, die nicht in die Tat umgesetzt werden)
  • Suizidgedanken

Klar abzugrenzen von einer peripartalen psychischen Erkrankung ist der sog. »Baby-Blues«. Dies ist ein postpartales Stimmungstief, welches in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung auftritt und ca. 50–80 % der Mütter betrifft. Die Symptome sind teilweise mit den oben genannten identisch. Diese Phase ist jedoch zeitlich begrenzt und dauert i.d.R. nicht länger als ein paar Tage. Zurückzuführen ist dies auf die hormonelle und psychische Umstellung nach einer Schwangerschaft bzw. Geburt und gilt, auch durch die Häufigkeit seines Auftretens, nicht als pathologisch. Sollten die Symptome jedoch nicht von selbst zeitnah abklingen, ist von der Gefahr einer postpartalen psychischen Erkrankung auszugehen.

Da Schuldgefühle und Selbstzweifel den Alltag der psychisch erkrankten Frauen bestimmen, ziehen sich die Betroffenen häufig zurück und sprechen mit niemandem über ihre Gedanken und Gefühle. Sie denken, sie stünden allein mit dieser Problematik, doch dem ist nicht so.

Je nach Verlauf und Schwere der Erkrankung stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Die Initiative »Schatten und Licht e.V. – Krise rund um die Geburt«, berät, informiert, unterstützt und bietet ein weitreichendes Netzwerk an Fachpersonal und Fachstellen. Wenn du mehr über die Krankheitsbilder erfahren möchtest, sowie auf der Suche nach geeigneten Hilfsmaßnahmen bist, nehme bitte folgenden Link zur Kenntnis: www.schatten-und-licht.de

Neben zahlreichen Informationen bietet dir der Verein auch Zugang zu einer Liste von Fachleuten, Institutionen und Selbsthilfegruppen, sowie Beraterinnen in deinem Wohnkreis. Auch über die Marcé Gesellschaft erhältst du Adressen von möglichen psychiatrischen Mutter-Kind-Aufnahmestellen in deiner Umgebung.

Ansprechpartnerin:

Für den Raum Mainz bin ich (Saskia Riemer) als Beraterin für Schatten und Licht e.V. tätig. Für weitere Fragen stehen wir gerne zu deiner Verfügung. Du darfst uns gerne anrufen (0152 01 00 72 83) oder uns dein Anliegen über das Kontaktformular mitteilen.

So kannst du den Verein Schatten und Licht e.V. unterstützen:

Falls du über Amazon deine Einkäufe tätigst, kannst du diese in Zukunft über "SmileAmazon" abwickeln. Indem du den Verein "Schatten und Licht e.V." auswählst, kannst du somit bei jedem Einkauf etwas Gutes tun ! Hierbei ändert sich nichts an deiner Rechnung.

Erfahre mehr darüber!

Man sieht fünf äußerlich sehr unterschiedliche Frauen von hinten, die in einer Reihe laufen und sich an den Hüften umarmen.

Wir freuen uns auf dich!